DiekAI - der AI-Podcast mit Rob und Greg
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Cortical Labs und die Zukunft der synthetischen biologischen Intelligenz

Cortical Labs und die Zukunft der synthetischen biologischen Intelligenz

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Cortical Labs' CL1 kombiniert lebende Neuronen mit Silizium, um eine Plattform für synthetische biologische Intelligenz zu schaffen. In dieser Folge sprechen Robin und Greg über Anwendungen wie neue Ansätze in der Medikamentenentwicklung, energieeffiziente neuronale Netzwerke und ethische Fragen. Mit humorvollen Anekdoten diskutieren sie, wie diese Technologie Roboter intelligenter und Diagnosen präziser machen könnte.

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Chapter 1

Cortical Labs and the Rise of Synthetic Biological Intelligence

Robin Dieker

Also, ich weiß nicht, wie's dir geht, aber als ich gehört habe, dass es jetzt Computer gibt, die aus echten menschlichen Gehirnzellen bestehen, habe ich erst mal gedacht: Was zum Teufel kommt als Nächstes?

Greg House

Tja, Robin, als Nächstes vielleicht Computer mit einem Ego-Problem?

Robin Dieker

Ha, na großartig. Stell dir vor, dein Server beschwert sich, wenn du ihn nachts anlässt. Aber mal ernsthaft, diese CL1-Geschichte ist echt der Wahnsinn. Ein Computer, der menschliche Neuronen mit Silizium kombiniert und so etwas wie eine "synthetische biologische Intelligenz" schafft? Kein Science-Fiction mehr, sondern 100% real.

Greg House

Genau. Das Besondere sind diese induzierten pluripotenten Stammzellen, also iPSCs. Die können in fast jede Zellart umgewandelt werden, in diesem Fall in Neuronen. Diese werden dann auf ein Silizium-Chip gesetzt, der als Plattform dient. Die Chips haben ein Raster aus Elektroden, damit die Neuronen wachsen und sich verbinden können.

Robin Dieker

Okay, stopp mal. Du erzählst das so lapidar, als wäre das die Herstellung von Spaghetti. Dabei reden wir hier über gewachsene Gehirnzellen, die in der Lage sind zu lernen. Das Ding klingt wie ein Baby-Skynet!

Greg House

Skynet ohne mörderische Terminatoren, hoffe ich. Eigentlich basiert das Design auf einer Art Lebenserhaltungssystem. Das platziert die Gehirnzellen selbst in eine Umgebung, die sie am Leben hält: Temperaturregelung, Gasmischung für den Sauerstoff und so weiter. Es ist tatsächlich wie eine Mini-Biologie-Laborstation.

Robin Dieker

Ah, also quasi ein Server mit eigenen Lungen und einem kleinen Kühlschrank. Und was macht das System so innovativ?

Greg House

Es ist diese Kombination aus biologischen Neuronen und Technologie. Die Neuronen lernen durch elektrische Signale, die sie interpretieren und anpassen. Denk an ihr früheres Projekt, DishBrain. Diese Neuronen haben Pong gespielt. Jetzt ist die Technik aber stabiler, energieeffizienter und anwendungsfreundlicher.

Robin Dieker

Du weißt, dass ich das mit Pong einfach nicht ernst nehmen kann. Aber gut, ich bin beeindruckt. 850 Watt für 30 Einheiten? Mein Gaming-PC zieht das für ein einziges Spiel ... und hat keine Gehirnzellen.

Greg House

Das ist der Punkt. Die Energieeffizienz ist herausragend. Während ein Datenzentrum tonnenweise Strom frisst, nutzt das menschliche Gehirn nur etwa 20 Watt. Wenn Cortical Labs also ihre 30 CL1-Server zu einem biologischen Netzwerk verbindet, haben sie, nun ja, etwas nahezu menschliches, das rechnet.

Robin Dieker

Beeindruckend, ja. Wobei ich gespannt bin, ob die Biochecker irgendwann aufwachen und sagen: "Nee, Jungs, das ist mir zu viel Multitasking!"

Chapter 2

Transformative Applications of the CL1

Robin Dieker

Okay, Greg, von beeindruckender Energieeffizienz und "fast-menschlichen" Rechensystemen haben wir jetzt einiges gehört. Aber mal ehrlich: Außer Pong zu spielen – und sich möglicherweise über Multitasking zu beschweren – was kann das Ding wirklich konkret für uns tun?

Greg House

Eine Menge. Denk an die medizinische Forschung—neurologische Erkrankungen wie Epilepsie oder Alzheimer. Derzeit nutzen wir Tiermodelle oder zweidimensionale Zellkulturen, und keine davon bildet die tatsächliche Dynamik des menschlichen Gehirns wirklich ab. Die CL1 ermöglicht es uns, neuronale Netzwerke aus menschlichen Zellen zu erstellen und direkt zu studieren, wie diese auf Therapien reagieren.

Robin Dieker

Moment mal, du sagst, wir könnten quasi Medikamente an Mini-Gehirnzellen testen?

Greg House

Genau. Stell dir vor, du nimmst Stammzellen einer bestimmten Person und züchtest daraus Neuronen. Du könntest dann testen, wie die individuelle Zellreaktion auf verschiedene Medikamente oder Behandlungen ist. Das öffnet die Tür für personalisierte Medizin.

Robin Dieker

Das klingt erstaunlich. Aber ... ich erinnere mich, wie wir mal versucht haben, die IT im Krankenhaus zu modernisieren. Das war ein absolutes Chaos: Alte PCs, Software, die so alt war, dass sie Dinosaurier als Startlogo hätte haben können. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass jemand da einen biologischen Computer installiert ...

Greg House

Also, Robin, ich würde wetten, dass diese neuronalen Chips besser funktionieren würden als deine Krankenhaus-IT. Wahrscheinlich würden sie sogar schneller lernen, wie man eine fehlerhafte Verkabelung ignoriert.

Robin Dieker

Ha, da hast du wahrscheinlich recht. Aber mal ehrlich, was ist mit Robotern? Könnten die damit auch, na ja, menschlicher denken oder lernen?

Greg House

Das ist einer der faszinierendsten Ansätze. Der CL1 könnte Teil eines Roboters werden, mit einem neuronalen Netzwerk, das flexibler ist und echteres Lernen ermöglicht. Kein riesiges Datenbanktraining, sondern ein System, das sich mit Erfahrungen weiterentwickelt. Effizienter, natürlicher.

Robin Dieker

Also weniger, "Ich bin ein Roboter" und mehr, "Ich hab gerade gelernt, wie ich Kaffee mache."

Greg House

Zumindest theoretisch, ja. Das System adaptiert sich—wie bei Menschen, nur auf molekularer Ebene. Es könnte sogar bei der Entwicklung autonomer Systeme helfen, die Energieeffizienz mit natürlicher Anpassungsfähigkeit kombinieren.

Robin Dieker

Okay, ich muss zugeben, je mehr ich darüber höre, desto weniger fühlt sich das wie Science-Fiction an. Es ist fast ... gruselig real. Wie weit wir schon sind.

Chapter 3

Implementation, Energy Efficiency, and Ethics

Robin Dieker

Greg, ich komme immer noch nicht darüber hinweg, wie gruselig real und beeindruckend das alles ist—von der Energieeffizienz bis hin zu Chips, die sich wie Menschen weiterentwickeln können. Aber jetzt mal ehrlich, was hat es mit diesem Begriff "Wetware as a Service" auf sich? Klingt für mich nach einem Sci-Fi-Film, der direkt ins Abendprogramm gehört.

Greg House

Na ja, Robin, im Grunde bedeutet es, dass du nicht mal so ein biologisches Rechenzentrum besitzen musst. Cortical Labs bietet diese Technik über die Cloud an. Die betreiben die Hardware, und du kannst dich bequem einloggen und deine Experimente starten.

Robin Dieker

Moment mal. Du sagst mir, ich kann einfach eine biologische KI mieten? Also wie ein Netflix-Abo, nur mit Gehirnzellen statt Filmen?

Greg House

Genau das. Die nennen es "Wetware as a Service". Es ist, als hätten sie ein biologisches Miet-Internet erfunden. Du bekommst Zugriff auf neuronale Netzwerke, ohne dir Gedanken um die Kühlung oder Stromkosten zu machen. Praktisch, oder?

Robin Dieker

Ach, super. Und währenddessen warnt mich mein Kühlschrank, dass ich zu viele Eier habe. Wir leben wirklich in der Zukunft. Aber sag mal, 850 Watt für eine ganze Einheit mit 30 Servern—das ist doch wahnsinnig effizient. Sogar mein Kaffeevollautomat gönnt sich mehr Strom.

Greg House

Stimmt, das ist einer der Schlüsselpunkte. Wenn du an gängige datenhungrige Modelle wie ChatGPT denkst, verbrauchen die typischerweise Unmengen an Energie. Hier nutzt man diese Neuronen, die ähnlich wie unser Gehirn sehr energieeffizient arbeiten. Es ist fast ... unheimlich logisch.

Robin Dieker

Unheimlich trifft es gut. Aber jetzt mal ehrlich, Greg, kommen wir zum moralischen Dickicht. Wir sprechen hier über lebende Neuronen. Wie stellen die sicher, dass da niemand plötzlich ein Klon von dir bastelt oder so?

Greg House

Robin, wenn jemand mich klonen möchte, würde er schnell feststellen, dass ich nicht upgrade-fähig bin. Aber im Ernst—sie verwenden nur neuronale Netzwerke, keine kompletten Gehirne. Keine Bewusstheit, keine Empfindungen. Es sind wie kleine biologische Chips, die einfach gut darin sind, zu lernen.

Robin Dieker

Keine Empfindungen—also quasi wie ein Montagmorgen bei mir. Aber was denken Ethikexperten zu dem Ganzen?

Greg House

Die Entwickler halten sich an ethische Standards und arbeiten mit Bioethik-Kommissionen und Gesundheitsbehörden zusammen. Trotzdem bleibt es natürlich ein heikles Thema. Ich meine, wir sprechen von menschlichen Zellen, auch wenn es keine Bewusstheit gibt. Jeder Fortschritt in der Wissenschaft zieht immer eine große Verantwortung mit sich.

Robin Dieker

Das ist wahr. Irgendwie ist es faszinierend und beängstigend zugleich. Ich meine, diese Technologie könnte wirklich unser Verständnis von Computern auf den Kopf stellen.

Greg House

Genau. Und vielleicht auch von uns selbst. Wie verbindet sich Biologie mit Technologie? Wo ziehen wir die Grenze? Es sind spannende, aber auch komplizierte Fragen.

Robin Dieker

Tja, Greg, ich glaube, wir beide wissen, dass die Antworten nicht so einfach sind. Aber eins ist sicher: Wir stehen erst am Anfang einer Revolution. Mal sehen, wie lange es dauert, bis mein Kühlschrank mehr Intelligenz hat als ich.

Greg House

Robin, das würde erklären, warum du immer so schlecht isst. Aber im Ernst—diese Entwicklungen sind aufregend. Und ich freue mich darauf, wie die Welt sie einsetzen wird.

Robin Dieker

Und damit, Leute, sind wir am Ende dieser Episode von "DiekAI" angekommen. Es war ein Vergnügen, mit dir zu plaudern, Greg.

Greg House

Das Vergnügen war ganz meinerseits. Bis zur nächsten Revolution, Robin.

Robin Dieker

Genau. Macht's gut und denkt dran, euer Gehirn ist immer noch effizienter als jeder CL1—zumindest hoffe ich das. Bis zum nächsten Mal!